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Die fünfziger Jahre faszinieren aufgrund ihres stark durch die damalige Kunst geprägten Designs. Nach den Entbehrungen des Krieges und dem Vakuum, das durch die Verfolgung "entarteter" Künstler im Dritten Reich entstanden ist, konnte nun in ganz neuer Weise mit Farben, Formen und Materialien experimentiert werden. Die allgemeine Aufbruchsstimmung mischte sich aber interessanterweise mit dem Bedürfnis nach Sicherheit und Geborgenheit. So entstanden Einrichtungs- und Gebrauchsartikel, die irgendwo zwischen exotischem Flair und Spießbürgertum anzusiedeln sind. Dennoch gab es wohl kaum eine andere Zeit, in der Design und Kunst sich so nahe waren.
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Die Erfindung der Kunststoffe veränderte in der
Nachkriegszeit die Produktgestaltung so tiefgreifend, dass sich
heutzutage kaum jemand vorstellen kann, wie die Welt ohne Plastik
aussähe. Durch die Massenproduktion ist Kunststoff zum Billigmaterial
geworden. Das war aber nicht immer so. Es gab einmal ein künstliches
Material, das so kostbar erschien, dass es sogar zu Schmuck verarbeitet
wurde: Bakelit. Dieser Vorläufer des heutigen Plastiks wurde unter
starkem Druck und großer Hitze hergestellt. Seine Stabilität und
Widerstandsfähigkeit machte das Material ideal zum Isolator, weshalb es
auch später noch für Schalter und Elektrogeräte eingesetzt wurde. Die
große Zeit des Bakelits aber waren sicherlich die
30er-Jahre.
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Blechdosen sind in der heutigen Zeit selten geworden. Längst gibt es eine riesige Anzahl von Verpackungsmaterialien, die dem dünngewalzten Metall in Haltbarkeit, Gewicht, Luftdichtigkeit und Umwelteigenschaften weit überlegen sind. Doch was aus jetziger Sicht unrentabel erscheint, erfreut sich seit Jahrzehnten wachsender Beliebtheit bei Sammlern in aller Welt. Längst untergegangene Marken bleiben so im Bewusstsein der Menschen - und das nur, weil die Wiederverwendung der Behältnisse durch Gestaltung und Form attraktiv gemacht wurde. Gleichzeitig bleiben uns Zeugen vergangener Epochen, die den Geist der jeweiligen Zeit auf eine ganz besondere Art widerspiegeln.
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